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Offroad im Furstenforest

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Vor zwei Wochen waren wir mit ein paar Freunden Offroad-Fahren auf einem ehemaligen Militärgelände bei Fürstenau, dem Furstenforest. Wir waren eine bunte Mischung: ein Toyota Landcruiser HZJ78, ein Mercedes G, zwei Defender, von denen später einer wegen falscher Bereifung gegen einen Discovery ausgetauscht wurde, und ein Jeep. Alle ausgestattet mit einem Funkgerät machten wir uns nach dem Zahlen des Eintritts auf den Weg.

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Vorbei an einigen alten Kasernengebäuden, in denen man sich heute mit Laserpistolen gegenseitig abschießt, fuhren wir als erstes in eine große Sandgrube zum Warmwerden. Trotz des Funkgerätes hatten wir die anderen nach wenigen Minuten bereits verloren und so fuhren wir alleine am Rand der Sandgrube durch äußerst schlammiges Gelände. Die Kinder hatten großen Spaß, während sich mein Mann im Auto festklammerte und im Sekundentakt hilfreiche Ratschläge gab, während ich unseren Land Cruiser steuerte.

Unser Buschtaxi pflügte sich ohne größere Probleme durch den Matsch und irgendwann wurde es uns alleine zu langweilig und wir suchten nach den Anderen, die sich zu unserem Erstaunen noch in der Sandgrube befanden.

Gemeinsam fuhren wir dann den Weg, den wir bereits erkundet hatten, und bahnten uns dann tiefer in den Wald. Die Wege sind übrigens deutlich gekennzeichnet und zum Teil sogar als Einbahnstraßen ausgeschildert, also einfach mal durchs Gebüsch ist nicht gewünscht. Viele der “Wege” bestanden an diesem Tag allerdings hauptsächlich aus 30 cm tiefem, flüssigem Schlamm, in dem wir (also die anderen Fahrzeuge) mehrfach stecken blieben.

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Steckenbleiben ist bei solchen Veranstaltungen immer ein großes Highlight, weil es Gelegenheit bietet für ein kleines Pläuschchen und vor allem um endlich mal die Seilwinde zu benutzen, die man schließlich nicht umsonst gekauft haben will.

Als der Mercedes G gerade mit einer Seilwinde an einer besonders kritischen Stelle geborgen wurde, kam eine Gruppe Niederländer mit ihrem alten Volvo vorbei. Zunächst schien es ganz gut für den Volvo zu laufen, bis er schließlich doch stecken blieb und der Motor ausging. Was blöd war, denn, wie wir erfuhren, war die Batterie des Volvos leer.

Geländewagenfahrer sind aber immer hilfreiche Menschen und so zogen wir die Niederländer mit einer Seilwinde den Hang hinauf. Wobei der Wagen kurz zu kippen drohte, so dass sich die Mitfahrer hinten auf das Fahrzeug stellen mussten, um es zu stabilisieren. Nachdem der Wagen wieder auf festem Untergrund stand, haben wir ihn kurz angeschleppt um den Motor zu starten, was wunderbar funktionierte.

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Weiter ging es über Wege, die dann schon eher Flüssen oder gar Seen glichen. Und ganz wichtig: Panzer haben immer Vorfahrt.

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Nach einiger Zeit kamen wir wieder an ein Matschloch, das der Defender mit serienmäßiger Ausstattung scheinbar mühelos nahm. Was der kann, kann unser hochgerüsteter Land Cruiser schon lange, dachte sich mein, nun wieder selbst fahrender, Mann. So zogen wir dann am Ende nacheinander einen Land Cruiser, einen Mercedes G und einen Discovery aus eben diesem Loch. Der Jeep hatte bereits vorsorglich die Stelle geschickt umfahren.

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Langsam wurde es dunkel und wir mussten um 16.00 Uhr das Gelände verlassen. Als kleines Highlight durften die Kinder zum Abschluss in der Sandgrube alle mal alleine die Wagen fahren. Erstaunlich wie gut der Vierjährige den Defender seines Vaters steuern konnte.

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Noch kurz den Wagen von unten “gewaschen” und dann am Waschplatz abgespritzt, während wir diverse verbesserte Autos begutachten konnten und dann ging es auf nach Hause.

Fazit: War mal ein nettes Sonntagsvergnügen, muss ich aber nicht jede Woche haben. Alleine fahren ist doof und Funkgeräte machen nur Sinn, wenn die anderen einen auch hören. (Vielleicht brauchen wir doch eine Außenantenne?)

Author: nerxs

Hobby-Hopper oder auch Jack of all traits. Immer Nerd. Gerne Offroad.

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